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Illustration Behandlung Mykoplasmen

Innovativer Bluttest: schlauer als das Immunsystem

Entzündet sich die Schleimhaut bei einem Kind, muss rasch behandelt werden. Doch oft steht die Ursache nicht fest. Unser Forschungsteam hat nun einen verlässlichen Bluttest entwickelt.

 

Die Zellen der Schleimhäute im Mund, der Augen und im Genitalbereich sterben rasant ab, und auf der Haut bilden sich Bläschen: Solche Symptome treten entweder aufgrund einer Medikamentenallergie auf oder bei einer Infektion, die durch das Bakterium Mycoplasma pneumoniae (Mykoplasmen) ausgelöst wird. Damit die Ärztin oder der Arzt das Kind rasch behandeln kann, muss der Auslöser identifiziert werden. Das war bisher gerade bei den Mykoplasmen eine Herausforderung.

 

Der Forschung gelingt ein Durchbruch

Unserem Forschungsteam ist es gelungen, einen verlässlichen Bluttest zu entwickeln. Dieser kann spezifische Abwehrzellen nachweisen: sogenannte B-Zellen, die bei einer Infektion durch Mykoplasmen aktiv werden. Die Resultate dieses Tests sind innert 24 Stunden verfügbar und ermöglichen eine präzise und individuelle Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schweren Haut- und Schleimhautreaktionen. Durch den Bluttest können unsere Spezialisten auch die Immunreaktion im Blut genauer untersuchen. Die Erkenntnisse daraus wirken sich direkt auf die Behandlung der jungen Patientinnen und Patienten aus: Sie lassen nämlich die Schlussfolgerung zu, dass nicht nur Antibiotika wirken, sondern zusätzlich Medikamente, die das Immunsystem gezielt unterdrücken.

 

An der Forschung beteiligt:
Dr. med. Patrick Meyer Sauteur, PhD, Oberarzt in der Abteilung Infektiologie und Spital­hygiene sowie Leiter Forschung Pneumonie und
Dr. med. Martin Theiler Pang ist Oberarzt in der Abteilung Dermatologie am Universitäts-Kinderspital Zürich

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