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Apotheker David bei der My Light Installation

«My Light ist erlebbare Kunst»

Hat Kunst Platz in einem Spital? David Niedrig ist Apotheker im Kinderspital und findet: Ja – vor allem, wenn es sich um eine faszinierende Installation wie «My Light» handle. Er erzählt.

 

In vielen Spitälern und öffentlichen Gebäude wird Kunst ausgestellt. Das finde ich gut, schliesslich ist Kunst ein Ausdruck der Kultur. Doch häufig verstehe ich diese Gemälde und Skulpturen nicht – und oft gefallen sie mir auch einfach nicht. «My Light» hingegen hat mich verblüfft. Die Lichtinstallation ist ein Blickfang. Sie ist schön, beruhigend, aber gleichzeitig auch spannend. Der bekannte Künstler James Turrell macht Kunst, die für alle erlebbar ist und Spass macht.

Für uns im Kinderspital ist «My Light» ein Glücksfall. Denn das Spital selbst ist ein grosser, sehr komplexer Betrieb mit vielen Schnittstellen und zügigen Abläufen. «My Light» bietet dazu einen Kontrast. Der Raum strahlt eine ästhetische Schlichtheit und Ruhe aus, die zulässt, dass man das Rundum ausblenden und fokussieren kann.

Rückzugsort in zweiter Linie

Ich kann verstehen, dass manche Angehörige und Mitarbeitenden «My Light» als Rückzugsort nutzen, um schwierige Situationen zu verarbeiten. Auch mir gehen die Schicksale unserer Patientinnen und Patienten nahe. Apothekerinnen und Apotheker unterstützen die Ärzteschaft und Pflege beratend bei der medikamentösen Behandlung. Das ist gerade bei schwer kranken Kindern anspruchsvoll: Oft müssen diese eine Zeit lang viele und zum Teil starke Medikamente einnehmen, deren Nutzen und Risiken wir abwägen.

Es kam auch schon vor, dass ich nach einem aufwühlenden Erlebnis einen kurzen Moment für mich brauchte und im «My Light» die nötige Ruhe fand. Meistens besuche ich die Lichtinstallation allerdings einfach, weil sie mir gefällt und es Freude bereitet, sie anzusehen.

 


Besuchen auch Sie «My Light»: Jeden ersten Sonntag im Monat (September-April) von 13 – 16 Uhr, mit einer Führung um 14.15 Uhr.