Jetzt spenden!
Nierenkranke Kinder verkleiden sich

Nierenkranke Kinder im Ferienlager

Im Sommer verbrachten rund 40 nierenkranke Kinder und Jugendliche eine unbeschwerte Ferienwoche im Bündnerland. Aus finanziellen Gründen könnte es allerdings das letzte Lager gewesen sein.

Lea* möchte am heutigen Märchenabend eine Prinzessin sein, deshalb streift sie sich das himmelblaue Kleid über den Kopf und setzt einen Haarreif auf. Es herrscht ein Gewimmel im Zimmer, andere Mädchen schwatzen, überall liegen Kleider und Kostüme herum. Davon bekommt David* nichts mit. Er liegt einen Stock höher auf einem grossen Bett, verbunden mit dem Dialysegerät, das sein Blut reinigt. Schon seit über 3 Stunden.

David hat eine kranke Niere. Lea auch. Genauso wie die meisten der anderen Kinder, die am diesjährigen Ferienlager teilnehmen. Das einwöchige Lager im bündnerischen Parpan ist eine Tradition des Kinderspitals Zürich und wird von der Nephrologischen Abteilung organisiert.

 

Spass und medizinische Betreuung

Im Vordergrund steht die Freude der Kinder. Sie erwartet ein buntes Ferienprogramm mit Spiel, Spass, Wellness, Wandern und Fitness. 40 bis 50 Kinder und Jugendliche nehmen jedes Jahr teil, darunter nierenkranke aber auch deren gesunde Geschwister. Eines haben alle Kinder gemeinsam: Ihr Alltag ist geprägt von der Krankheit. Bei den kranken Kindern streikt die Niere oder wurde bereits durch eine gespendete ersetzt. Sie müssen sich speziell ernähren, Medikamente einnehmen oder mehrfach pro Woche für Behandlungen ins Kinderspital kommen. Im Ferienlager haben sie die Möglichkeit, unbesorgte Tage zu geniessen.

Denn ein medizinisches Team begleitet sie dabei. Die Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Ernährungsberaterinnen, Diätköche und Freiwillige stehen den Kindern zur Seite. Sie behandeln sie vor Ort und vermitteln ihnen wichtige Themen wie etwa den Umgang mit Medikamenten oder das Erwachsenwerden mit der Krankheit.

 

Ein Durchatmen für die Eltern

Und während die Kinder Abenteuer erleben, geniessen ihre Eltern eine wohlverdiente Auszeit zuhause. Denn die Nierenkrankheit stellt den Familienalltag auf den Kopf: Arzttermine, Medikamente, Pflege, viel Rücksicht und noch mehr Verzicht. Während des Lagers kommen die Eltern zur Ruhe, weil sie ihre Kinder in guten Händen wissen.

 

Ungewissheit über Zukunft

Während sich Prof. Guido Laube, Leitender Arzt Nephrologie, und sein Team tagtäglich für ein besseres Leben ihrer jungen Patientinnen und Patienten engagieren, ist die Zukunft des Ferienlagers ungewiss. Denn die Finanzierung des Lagers ist nicht gesichert, sondern von Spenden abhängig.

Es sind grosszügige Menschen wie Sie, die es nierenkranken Kindern ermöglichen, eine unvergessliche Ferienwoche fernab der alltäglichen Sorgen zu verbringen. Dafür danken wir Ihnen herzlich.

*Namen der Personen geändert