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Prof. Jean-Pierre Bourquin, Leiter Onkologie-Zentrum

«Wir gestalten ein neues ­Zeitalter in der Onkologie mit»

Jean-Pierre Bourquin leitet seit dem 1. Februar 2020 den Schwerpunkt, der medizinisch unentdeckte Wege einschlägt, dessen Name aber nicht in diesen Einleitungstext passt. Ein Gespräch.

Das war ein aussergewöhnlicher Start, den ich in meiner neuen Funktion als Leiter der Abteilung Onkologie, Immunologie, Hämatologie, Stammzelltransplantation und Somatische Gentherapie hinlegen musste. Doch, um ehrlich zu sein, half die Corona-bedingte Ausnahmesituation. Viele internationale Termine wurden verschoben. Mein Team und ich nutzten die gewonnene Zeit, um unseren Fokus zu schärfen und interne Reorganisa­tionen voranzutreiben.

 

Wir gestalten ein neues Zeitalter mit

Denn wir haben in den kommenden Jahren viel vor. Der Neubau, der mich architektonisch begeistert, bietet uns eine einmalige Chance und klare Anreize, Veränderungen umzusetzen. Wir wollen uns stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren. Wir tun das zwar schon heute gut, doch ist unser Vorgehen dabei oft bürokratisch und festgefahren. Wir müssen aus den starren Strukturen ausbrechen, mehr Flexibilität an den Tag legen, um schneller reagieren, freier entscheiden, um Interdisziplinarität sowie Innovation fördern und Individualität ermöglichen zu können.

In der Onkologie bricht ein neues Zeitalter an: Die personalisierte Medizin sowie Immunotherapien revolutionieren die Behandlungen. Als grösstes pädiatrisches Onkologiezentrum der Schweiz tragen wir dazu bei. Gerade in unseren beiden Spezialgebieten Hirntumoren und Leukämien streben wir nach Exzellenz: Wir wollen Pionierarbeit leisten, dank unserer Forschung zu bahnbrechenden Erkenntnissen gelangen und damit weltweit Kindern mit derzeit schwer behandelbaren oder unheilbaren Tumoren eine Chance geben.

 

Dem Nachwuchs gehört die Zukunft

Übertriebener Optimismus gehört zwar nicht zu meinen Charakterzügen, trotzdem blicke ich positiv in die Zukunft: Neue medizinische Möglichkeiten werden krebskranken ­Kindern mehr Lebensqualität ermöglichen. Alle Kinder heilen werden wir aber weiterhin nicht können. Diese Perspektive ist schwer zu ertragen, trotzdem bereichert es aber unsere Arbeit, Angehörige und kranke Kinder im letzten Lebensabschnitt zu begleiten und zu betreuen. Wir finden im Team auch immer die Balance dank unserer Neugier und der vielseitigen Aufgaben in der Onkologie.

Ob ich klinisch weiterhin an der Front tätig bleibe? Ja bestimmt, aber in einer neuen Rolle. In kritischen Situationen bin ich zur Stelle. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, meinem Team den Rücken zu stärken und die jungen Fachspezialistinnen und -­spezialisten zu fördern, damit sie die Medizin auch in Zukunft auf höchstem Niveau weiterbringen können.

 


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