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Vater und Tochter fahren Fahrrad

Noras Vater strampelt fürs Herz

Stephan Sondereggers Tochter ist herzkrank. Aber heute geht es ihr gut, dank der Hilfe des Kinderspitals Zürich. Deshalb will der Vater jetzt Geld für das Herzzentrum sammeln: Auf einer Velotour durch Europa.

1500 Kilometer hat er für seine Reise unter dem Motto «Radeln fürs Herz» geplant. Sie wird ihn von Prag über Bratislava, Wien, Passau und München wieder zurück in die Schweiz führen. Aufbruch ist im Oktober. Und Stephan Sonderegger hofft, dass er pro Kilometer mindestens einen Rappen erhält – einbezahlt von Spenderinnen und Spendern.

Ein Herz mit nur einer Kammer

Mit dem Geld soll Kindern geholfen werden, die vielleicht ein ähnliches Schicksal haben wie seine Tochter. Nora kam 2012 mit einem komplexen Herzfehler zur Welt: Trikuspidalatresie, ihre rechte Herzkammer war stark unterentwickelt. Nora wurde sofort nach der Geburt ins Kinderspital verlegt. Eine unsichere Zeit sei das gewesen, erzählt ihr Vater: «Nach vier Wochen durfte sie erstmal nach Hause. Es ging ihr recht gut, obwohl ihre Haut leicht bläulich war.»

Eine stressige Zeit daheim

Als die Kleine drei Monate alt war, fiel die Sauerstoffsättigung in ihrem Blut so stark ab, dass sie notfallmässig wieder ans Kinderspital kam. Sie musste operiert werden – die Chirurgen hängten ihre obere Hohlvene direkt an die Lunge an. Nora blieb mehrere Wochen im Spital und bekam eine Nasensonde, weil sie nicht mehr selber trinken konnte. Auch die Zeit danach wieder zu Hause war für die Eltern intensiv. «Das Sondieren ist sehr aufwändig, wir bekamen Hilfe von der Spitex«, erinnert sich Stephan Sonderegger zurück. «Wir mussten Nora regelmässig in die Physiotherapie und zu Arztterminen fahren. Ausserdem hat sie noch einen grösseren Bruder, der forderte auch viel Aufmerksamkeit».

Ende gut, alles gut

Dem Mädchen ging es aber stetig besser, und als es seinen ersten Geburtstag feierte, konnte es auch wieder selber essen und trinken. Die Gänge ans Kinderspital wurden seltener. Nora habe diese jeweils grossartig gemeistert, sagt ihr Vater stolz. «Sie ist sehr tapfer und hat es allen Beteiligten leicht gemacht.»

Allerdings blieb sie etwas klein und leicht für ihr Alter, weshalb der zweite grosse Eingriff, die sogenannte Fontan-Operation, hinausgeschoben werden musste. Erst als Nora 4-jährig war, konnten die Ärzte den Schritt wagen, nun wurde auch ihre untere Hohlvene direkt mit der Lunge verbunden. Das sauerstoffarme und das sauerstoffreiche Blut konnten sich somit nicht mehr vermischen.

Etwas zurückgeben – auf dem Velo

Heute ist seine Tochter fast sieben. Und obwohl ihr Herz nur eine funktionierende Kammer habe, unterscheide sie sich kaum von anderen Kindern, so Stephan Sonderegger. Nora sei fit und munter, komme jetzt in die Schule und entwickle sich völlig normal. «Nur beim Rumrennen und Rumtoben gerät sie etwas schneller ausser Atem.» Und die Zeit am Kinderspital hat sie offenbar geprägt: Wenn sie gross ist, möchte sie auch Ärztin werden. «Aber für Tiere, nicht für Menschen», lacht Stephan Sonderegger.

Mit der Aktion «Radeln fürs Herz» möchte der Vater dem Herzzentrum des Kinderspitals Zürich etwas zurückgeben, denn er wähnte Nora dort stets in sehr guten Händen und sei «unendlich dankbar». Und seine Tochter werde mit dabei sein, wenn er das gesammelte Geld dann persönlich am Kinderspital vorbeibringe – natürlich auf dem Velo!

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